Samstag, 5. Juni
Marienbad/Tschechien
Konzert mit dem Orchester des KFG Bad Homburg
23. bis 30. Juni
Erste Arbeitsphase des JSO Hochtaunus
Mittwoch, 30. Juni
Stadthalle Oberursel
Konzert mit dem JSO Hochtaunus
Donnerstag, 1. Juli
Hessenpark/Open Air
Konzert mit dem JSO Hochtaunus
Samstag, 17. Juli
Bad Homburger Sommer/Open Air
Klavierduo Lars Keitel/Thomas Herrmann
Donnerstag, 10. August
Friedrichsdorfer Sommerbrücke/Open Air
Klavierduo Lars Keitel/Thomas Herrmann
9. bis 13. August
Sommerakademie der Kulturstiftung Friedrichsdorf
Sonntag, 5. September
Kurhaus Bad Homburg
Premiere "Zauberflöte" mit der Kleinen Oper Bad Homburg
Tourdaten 2010:
Alle aktuellen Konzerttermine finden Sie im Tourplan.
Taunuszeitung
Ein Konzert der Extraklasse
Mit einer zu Unrecht weniger gespielten Komposition Wolfgang Amadé Mozarts begannen die ebenso qualitätsvollen wie inspirierten Interpretationen. Der Friedrichsdorfer Pianist Lars Keitel gewann dem sogenannten kleinen A-Dur-Konzert KV 414 eine Vielzahl reizvoller Nuancen ab. Dabei gelang es ihm und den «Frankfurt Strings» unter Susanne Rohns versierter, impulsreicher Stabführung, eine überzeugende Balance zu finden zwischen dem mehr kammermusikalischen, fast intimen Charakter des Dreisätzers und dem weiten Raumvolumen, das es tragfähig zu füllen galt.
Außer dem erfrischend lebendigen, schwerelos federnden Rondo gefiel besonders das nachdenklich versonnene, fast meditative Andante. Eine diesem Meisterwerk angemessene Deutung.
Mit der Ballade für Flöte, Klavier und Streicher des Schweizer Komponisten Frank Martin stand eine weitere Rarität auf dem Programm. Für ihre wahrlich meisterhafte Darstellung des kurzen, gleichwohl hochvirtuosen und rhythmisch ungemein vertrackten Stücks erhielten Keitel und das aus Mitgliedern des HR-Sinfonieorchesters bestehende Ensemble zu recht viel Beifall.
Darmstädter Echo
Mit starkem Temperament gingen Keitel und Herrmann, die zeitweise an der Darmstädter Akademie für Tonkunst studiert haben, die vier Norwegischen Tänze op.35 von Edvard Grieg an. Da sprühten gleichsam die rhythmischen Funken. Der Franzose Pierre Vellones, ein jüngerer Zeitgenosse Ravels, hat sich bei seinen Kinderstücken, die Abenteuer des kleinen Elefanten Babar illustrieren, offensichtlich am großen Vorbild orientiert. Zwar weisen die kurzen Kompositionen nicht das Raffinement Ravels auf, doch unterhaltsam sind sie allemal, wenn sie so beschwingt und pointiert gespielt werden wie von Lars Keitel und Thomas Herrmann.
Als Höhepunkt des Abends wirkte der „Karneval der Tiere“ von Camille Saint-Saëns in einer vierhändigen Bearbeitung. Lars Keitel war ganz in seinem Element, als er die köstlichen Kommentare vortrug, und mit seinem Partner setzte er die brillanten Stücke denn auch genüsslich in Szene. Der lange erwartete Schwan zog endlich stolz seine Kreise, und im virtuosen Finale blitzten die Tier-Themen schlagartig nochmals auf. Die Zuhörer dankten mit Bravorufen und bekamen als Zugabe drei kurze Hochzeitstänze von György Ligeti serviert, bevor das Finale des „Karnevals“ ein bejubeltes Dakapo erlebte.
Sächsische Zeitung
Ein herausragender Konzertabend.
Mit langanhaltenden Ovationen feierten die vielen Gäste bereits die anfangs erklingende Uraufführung der „Robert-Schumann-Variationen“ für Klavier und Orchester von Heinz Roy.
Lars Keitel lotete die feinsten Effekte mit großer Empfindsamkeit aus.
Nach der Pause das Klavierkonzert in A-Dur mit dem ausdrucksstark agierenden Solisten und dem fantastisch musizierenden Orchester.
Großartig das Finale:
Chor, Pianist und Orchester in knisternder Spannung: Beethovens Chorfantasie erklingt.
Der Pianist beginnt mir einem poetischen Vorspiel. Tiefe Streicher, dann Holzbläser und alle anderen. Sie variieren ein geniales Farbenspiel.
Das spontane Bravo war hochverdient. Jubelovationen wollten nicht enden.
Serbske Nowiny
Die Zusammenstellung des Programms beinhaltete lauter Höhepunkte. Den Anfang bildete die Uraufführung op. 140 vom Nestor der sorbischen Komponisten, dem 82jährigen Heinz Roy, der auch anwesend war. Er komponierte anlässlich des 150. Todestages von Robert Schumann Variationen auf sehr bekannte und beliebte Klavierstücke für Klavier und Orchester. Der renommierte Pianist Lars Keitel, der nicht nur in großen Konzertsälen Deutschlands, sondern auch im Ausland ein gefragter Gast ist, spielte den Solopart in einer ausgezeichnet kreativen Form. So stellten sich Schumanns Stücke, zu denen besonders „Träumerei“, „Von fremden Ländern und Menschen“ und „Am Kamin“ gehörten, nicht nur in ihrer überzeitlichen romantischen Schönheit dar. Im Dialog mit dem Orchester wurden sie auf einer weiteren musikalischen Ebene überhöht. Das Sorbische Orchester war dem Solisten ein kundiger Partner, ja, es schien, dass es von ihm inspiriert wurde.
Werke von:
P. Vellones
C. Saint-Saens
P. Tschaikowsky
E. Grieg


